Neuigkeit!

Demnächst wird es monatlich ein Tragetreffen im Borgholzhausener Familienzentrum geben.

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Tragetreffen im Familienzentrum

Nächster Termin: 17.05.2019

Seit März 2019 veranstalten wir jeden 3. Freitag im Monat um 9.30 Uhr ein offenes Tragetreffen.

Wir nutzen dafür einen großen Raum im Familienzentrum in Borgholzhausen, Masch 2. Hier dürfen die Kleinen krabbeln und toben während die Großen sich über Tipps und Tricks, Anregungen und Ideen rund ums Thema Tragen, Tragetücher, Tragehilfen, Tragekleidung usw. austauschen können.

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Die Kursgebühr beträgt 2€ / Person

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Trageberaterin? Was ist das? Braucht man so was?

Vielen ist die Bezeichnung „Trageberaterin“ noch nie untergekommen.

Wenn ich dann erkläre, dass es da um Tragetücher und Babytragen geht, höre ich oft:

Ach ja, so ein Tuch hatten wir auch. Aber irgendwie war uns das zu kompliziert!

Und dann hatten wir da so eine Trage, aber da wollte unser Baby nicht rein, war wohl ein bisschen unbequem, vielleicht passte die auch nicht richtig.

Genau dafür ist eine Trageberaterin da!

Viele Eltern möchten ihr Baby gerne tragen. Entweder weil sie gehört haben, dass das gut für die Entwicklung ist, das getragene Babys oft weniger schreien, weniger zu Blähungen neigen, entspannter schlafen. Oder weil sie sich wünschen für Haushalt und Geschwister öfter mal beide Hände frei zu haben.

Also kaufen sie ein Tragetuch, lesen die Anleitung, schauen vielleicht ein paar Videos an und dann, dann bekommen sie Angst. Mache ich das so richtig? Fällt mein Baby so nicht runter? Stütze ich den Kopf genug? Bekommt es noch genug Luft?

Genau dafür ist eine Trageberaterin da!

Eine Trageberaterin kann verschiedene Bindeweisen zeigen, vor dem Bauch, auf dem Rücken und auf der Hüfte. Sie hat verschiedene Tücher zum Ausprobieren, aus verschiedenen Materialien, in verschiedenen Längen.

Vielen ist das Binden mit den Tüchern auch zu kompliziert. Im Winter hängen die Enden beim Binden im Matsch, im Sommer ist es so umwickelt zu warm, oder es fehlt einfach die Zeit und die Geduld um zu üben. Also soll es lieber so eine praktische Trage sein. So eine zum Schnallen, wie ein Rucksack.

Aber im Netz findet man so viele! Welche sind wirklich gut? Die gibt es günstig und teuer! Wo ist der Unterschied? Welche passt meinem Baby jetzt und noch möglichst lange? Welche ist für uns Eltern und das Baby bequem?

Genau dafür ist eine Trageberaterin da!

Eine Trageberaterin hat ein möglichst umfangreiches, herstellerunabhängiges Sortiment an Tragen in verschiedenen Größen und mit dem passenden Zubehör. So können die Eltern sich durchprobieren, bekommen gezeigt worauf es bei dem richtigen Sitz ankommt, wie sie die Trage passend auf ihr Baby einstellen können und wie sie die Trage richtig vor dem Bauch, auf dem Rücken oder auf der Hüfte anlegen.

Also, eine Trageberaterin ist für alle da, die ihr Baby/ Kind gerne tragen möchten, sich aber unsicher sind wie das geht, wie man Tücher richtig bindet, wie man sein Kind auf den Rücken bekommt und/ oder welche Trage zu ihnen passt.

Babyfachmärkte gibt es in der Borgholzhausener Umgebung kaum. Und die großen Ketten führen meist nur bestimmte, wenige Hersteller. Die Verkäufer sind meist keine ausgebildeten Trageberater und wollten in erster Linie verkaufen und nicht beraten.

Genau dafür ist eine Trageberaterin da!

Daher, solltest du darüber nachdenken dein Kind zu tragen, oder kennst jemanden der bald ein Kind bekommt und interessiert sein könnte, erspar euch doch einen Fehlkauf und lass dich vorher von mir beraten oder verschenke einen Gutschein.

Warum ich Trageberaterin wurde

Meine erste Tochter wurde 2008 in Spanien geboren. Dort war das Tragen von Babys noch nicht so modern. Ich bekam von meinen Kolleginnen zwar eine Trage geschenkt, weil ich sie mir gewünscht hatte, aber darin trug ich nicht oft. Es handelte sich um eine nicht sehr ergonomische Trage, welche weder für mich, noch für meine Tochter sehr bequem war.

Erst als sie etwa 7 Monate alt war, fand ich in einem großen Babyfachmarkt,in einer Ecke eingestaubt, eine Manduca. Seitdem trug ich sie wieder gerne. Bis sie ca. 3 Jahre alt war, hatten wir die Manduca immer als Backup bei Spaziergängen dabei.

Mein Sohn kam 2012 zur Welt. Ihn wollte ich von Anfang an tragen. Meine Hebamme zeigte mir das Binden der „Wickelkreuztrage“ mit einem gewebten Tragetuch und auch im „Einfachen Rucksack“ trugen wir ihn bald auf dem Rücken im Tuch. Doch mein Sohn fing sehr früh an zu laufen, wollte sich schon immer viel und selbstständig bewegen und zog bald den Kinderwagen der Trage vor, da er da schnell wieder raus klettern konnte wenn er sich genug ausgeruht hatte.

2017 kam unsere zweite Tochter zur Welt. Da ich nun schon einen großen Haushalt mit zwei Kindern, Hund und Garten zu führen hatte, verbrachte sie die ersten drei Monate fast ausschließlich auf meinem Rücken. Nun fand ich heraus, wie entspannt das Leben mit einem Säugling sein kann, wenn man ihn einfach immer mit dabei hat. Sie konnte zuschauen wenn sie wollte, einschlafen sobald sie müde war, war immer warm und an meinem Herzen, egal ob draußen beim Spaziergang, im Supermarkt oder in der Kirche. Kochen, Putzen, Wäsche aufhängen, mit Kind auf dem Rücken kein Problem. So schaffte ich meinen Haushalt wie gewohnt an den Vormittagen, konnte mich mittags mit meinem Baby zusammen ins Bett kuscheln und hatte Nachmittags Zeit und die Hände frei für die Großen. Ich versuchte gar nicht erst sie abzulegen, sie im Kinderwagen oder der Wiege zu schaukeln, sie durfte einfach immer bei mir sein. Und ich konnte es selber kaum fassen wie viel sie schlief! Sie schlief praktisch ständig! Und das obwohl ich gar nichts dafür tat. Ich machte einfach weiter mit dem was gerade anlag, egal ob staubsaugen oder Hof fegen. Sogar Sport konnte ich mit ihr auf dem Rücken machen, dank extra dafür gedrehter Videoanleitungen. Mit Grauen dachte ich an meine früheren Erfahrungen zurück. Rückenschmerzen durch ewiges Wiegen im Arm; Kinderwagen in der Küche zum Einschschlafschieben während das Essen fertig gekocht werden muss; Verzweifelte Versuche das Kind abzulegen, welches genau in dem Moment wieder aufwachte;… all das war nun Geschichte.

Da ich nun die Vorteile des Tragens kannte, fing ich an verschiedene Tragen auszuprobieren. Eine Mei Tai für den Papa, einen Sling fürs schnelle Rein und Raus, ein Kanga Tuch für den Sommer,… verschiedene Bindeweisen wurden ausprobiert und es wurde schnell zu einem Hobby.

Als andere Mütter mich fragten, wie ich denn den Alltag mit drei Kindern so empfände, und ich immer wieder erzählte wie entspannt es sei, da ich mein Kleinstes ja ständig bei mir trage, wurden viele neugierig und wollten mehr wissen. Ich wollte sie gerne alle an meinem Wissen teilhaben lassen, fühlte mich dafür aber noch nicht kompetent genug. Also machte ich meine Ausbildung zur Trageberaterin, stockte mein Sortiment auf und versuche nun möglichst vielen Eltern in Borgholzhausen und Umgebung die Vorzüge des Tragens nahe zubringen.